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Reproduktion eines antiken Modells. Louis-XVI-Stuhl mit Geflecht im Stil d’Artois, circa 1775–1780. Original: Sammlung eines Antiquars in Namur (Belgien).
Dieses sehr feine Modell mit seinem runden Sitz und medaillonförmiger Rückenlehne stammt von den ersten Pariser Stühlen im Louis-XVI-Stil. Die feine Schnitzerei der gebogenen Zarge, der Akanthus an den Enden der gedrehten Beine und das Band um die Lehnenfüllung schmücken dieses Modell sehr gefällig. Die Größe des Bandknotens, der zu jener Zeit sehr in Mode war, zeugt vom Entstehen des Louis-XVI-Stils und verleiht ihm zugleich viel Charme. Die Proportionen der Verjüngung der Beine sind ausgezeichnet.
Die in Cabrioletform gestaltete Lehnenfüllung bietet gute Unterstützung für den Rücken des Benutzers. Louis-XVI-Stil: französische Stilperiode, die zur Klassizität zurückkehrt, inspiriert von den geraden Linien des antiken Griechenlands und Roms, von 1777 bis 1790, ungefähr entsprechend der Regierungszeit von Ludwig XVI (1774 – 1793). Die Periode und die dazwischenliegenden Stilrichtungen zwischen Louis XV und Louis XVI werden im Handel als „Übergangsstile“ und von Forschern als „Neoklassizismus“ bezeichnet.